
Siebanalyse im Labor
Praktische Tipps

Sauberes Laborumfeld, nur geprüfte Laborgeräte sollten verwendet werden
Vor jeder Siebung ist eine Sichtkontrolle der Siebe durchzuführen, keine Risse oder Löcher im Gewebe, gute Siebspannung, saubere Siebe einsetzen
Prüfen ob die Siebe richtig gekennzeichnet sind, Maschenweite, Norm
Probennahme, Überschüttung der Siebe vermeiden (zu große Probe)
Richtige Teilmethode nach dem Vorbild „quartering and coning“, Verwendung von Probenteilern
Siebsatz in die Siebmaschine einsetzen und den Maschinendeckel aufsetzen. Den Siebturm beidseitig gleichmässig verspannen, sollte sich während der Siebung die Spannmuttern lösen, Siebung stoppen, die Siebe neu zusammenstecken und erneut fest verspannen
Mindestsiebturmhöhe beachten (min. 3 Analysensiebe)
Reihenfolge der Maschenweiten beachten (von grob nach fein)
Für die richtige Einstellung der Siebmaschine kann folgende Richtlinie gelten, für grobe Materialien eine höhere Amplitude (1,2-2 mm) einstellen, für Pulver und feines Material eine niedrige Amplitude eingeben (0,5 -1,0 mm)
Überprüfung der richtigen Siebzeit und Amplitude durch manuelles Nachsieben nach der Analyse, Dokumentation der erhaltenen Daten und Werte führt zum Aufbau einer Materialliste – dies führt zur Zeitersparnis und Standardisierung von Prozessen
Bei siebkritischen Materialien empfiehlt sich auch der Intervallbetrieb der Siebmaschine um Klemmkorn zu lösen
Bei stark zu Agglomeration neigenden Materialien empfiehlt sich bei Pulvern der Einsatz von Ultraschall, für gröbere Materialien können alternativ Siebhilfen wie Gummiklopfkugeln oder -würfel eingesetzt werden – Achtung, ein Mahleffekt sollte auf Fälle vermieden werden, da ansonsten die Ergebnisse nicht reproduzierbar sind
Auswahl der richtigen Waage, das Aufgabegewicht sollte den max. Wägebereich nicht überschreiten, die Genauigkeit der Waage wird vom Hersteller angegeben und sollte den Prüfanforderungen genügen
Verwendung einer Auswertesoftware mit direkter Datenübernahme von der Waage vermeidet Fehleingaben durch den Labormitarbeiter und Analysensiebreporte sind schnell erstellt
Nach der Siebung sind die Siebe zu reinigen, für feine Gewebe < 250 µm im Ultraschallbad, alternativ mit einem feinen Pinsel, bei groben Gewebesorten kann auch eine Bürste eingesetzt werden, grobes Klemmkorn mit einem Nagel oder Metalldorn vorsichtig entfernen, ansonsten auch hier mit Ultraschallbad reinigen
Trocknung der Siebe kann im Laborofen erfolgen, Temperatur-beständigkeit der Siebe beachten, Empfehlung nicht mehr als 120 °C. Vor dem Reinigen und dem Trocknen sind die Dichtungsringe der Siebe zu entfernen
Bei Entnahme der Siebe aus dem Trocknungsofen wegen der Hitze unbedingt Handschuhe benutzen
Dokumentation abschließen, Daten sichern, Arbeitsplatz reinigen
Das Labor steht für deine nächste Siebung zur Verfügung!